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Der Tauberlandpark -
solare Energie im Einklang mit der Natur

Der Flächenbedarf erneuerbarer Energien ist nach wie vor enorm. So benötigt eine Biogasanlage normalerweise 6,5 ha pro MW. Selbst Solarparks mit herkömmlicher Bauweise benötigen noch ca. 3,5ha. pro MW. Auch wenn Windräder relativ schlank aussehen, werden doch etwa 1,7 ha pro MW verbraucht.

Hinzu kommt noch, dass durch Biogas Monokulturen entstehen. Um die Leistung des Tauberlandparks mit einer Biogasanlage zu erzielen, müssten 455 Hektar Monokultur geschaffen werden. Der Tauberlandpark schafft dies mit 170 Hektar ökologisch interessanter Parkfläche, von der nur 35 % überbaut sind, also rund 60 Hektar.

Auch die Flächenversiegelung bei Wind- und Solaranlagen ist ein großes Problem. Die Grundidee des Tauberlandparks war es von Anfang an, durch einen extrem hohen Flächen-Wirkungsgrad die Fläche optimal zu nutzen und es trotzdem möglich zu machen, die Flächen weiter zu bewirtschaften.

Auch stand im Vordergrund, dass der Eingriff in die Natur nur temporär erfolgt. Das heißt, den Solarpark komplett rückbaubar zu erstellen, sodass die Fläche nach der Nutzung als Solarpark wieder der landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden kann.

Hierzu war es notwendig, eine ganz neue Art von Modultisch zu entwickeln.
Hauptvorteil dieser Modultische ist, dass sie keinerlei Fundamente benötigen. Das Grundgestell wird ähnlich der Leitplanken an Straßen einfach in den Boden gerammt. Diese können problemlos nach der Nutzungszeit wieder rückstandslos entfernt werden.
Im Tauberlandpark wurde mit dem relatio fieldStand ein Konzept realisiert, das es erlaubt, sogar unter den Modultischen maschinell zu bewirtschaften. Das Gestell hat an der hinteren Seite eine Höhe von nahezu 4 m, vorne ca. 80 cm. Mit einem Kleintraktor kann hierdurch sowohl Aussaat als auch Ernte problemlos durchgeführt werden. Ebenso wird durch die Bauhöhe erreicht, dass viele Module auf wenig Fläche montiert werden können.
Durch den Reihenabstand von nahezu 9 Metern ist es möglich, jederzeit niedrig wachsendes Getreide, Kräuter oder Ähnliches anzubauen und ohne Spezialgerät ganz normal zu bewirtschaften. Selbst die normale Bewirtschaftung als Grünfläche (Futtergras, etc.) ist natürlich problemlos möglich. Mit fieldStand ist es möglich, bei höchstem Wirkungsgrad nur etwa 35% der Fläche zu bebauen - das ist der derzeit höchste Flächenwirkungsgrad, den wir kennen.
Sämtliche Baustrassen und Wege für die Betriebsführung wurden auf Flies durchgeführt. Auch dies erlaubt den kompletten Rückbau nach Fertigstellung des Parks. Hierzu wird einfach der verbaute Schotter mit samt dem Flies zurückgerollt, der Schotter abtransportiert und die Straße wieder mit dem ursprünglichen Mutterboden verfüllt.
Die notwendige Verkabelung wird ohne unnötigen Kunststoff oder Verrohrung in der Erde verlegt. Hierzu werden einfach Kabelgräben ausgehoben, die Kabel eingelegt und mit Sand getrennt. Danach werden die Kabelgräben wieder mit dem Originalboden verfüllt. Die Kabel sind so nach der Nutzung wieder einfach zu entfernen. Davon abgesehen, dass voraussichtlich auch in 20 Jahren Kupfer noch verwertbar ist und einen hohen Rohstoffpreis haben wird.
Sämtliche benötigten Gebäude werden mit einem einfachen Splittbett fundamentiert. Auch hier wird nach dem Bau und der Zuführung der Kabel lediglich versandet und wieder mit Mutterboden aufgefüllt. Der Rückbau ist genauso einfach wie der Aufbau. Die Stationen werden freigelegt und einfach wieder mit dem Kran verladen.
Somit stellt sich nur noch die Frage wohin mit dem ganzen Material nach der Nutzungszeit. Auch hierauf wurde geachtet. Sollte der Park tatsächlich in 20-25 Jahren zurückgebaut werden, da er nicht mehr effizient genug ist, ist der überwiegende Teil des verbauten Materials wieder nutzbar.
fieldStand besteht zu 100% aus verzinktem Stahl, die Kabel enthalten wertvolles Kupfer. Bei den Modulen wurde absichtlich nur kristalline Silizium-Module verwendet. Diese bestehen überwiegend aus Glas und Aluminium. Die Zellen, wie bereits erwähnt, aus hochreinem Silizium, also der reinsten Form des Sandes. Auf cadmiumhaltige Module wie sie in vielen Solarparks zum Einsatz kommen wurde trotz des günstigeren Preises bewusst verzichtet.
Gerade durch die mächtige Anmut des Parks war es möglich so wenig Fläche als möglich zu bebauen und trotzdem weitestgehende Verschattungsfreiheit und höchste Energieausbeute zu ermöglichen.
Durch die Bauart und die verwendeten Materialien ist der Tauberlandpark …

 

… im Einklang mit der Natur



Standort: Wertheim-Dörlesberg
Nennleistung: ca. 34,4 MWp (Solarpark Ernsthof)
Fläche: Ca. 85 ha
Baubeginn: 18.01.2010 (1. Spatenstich)
Fertigstellung:   1. Bauabschnitt (Ernsthof Ost):
ca. 6,8 MW bis Ende März 2010

Investor 1. Bauabschnitt:

Ecosenergy GmbH
ein Tochterunternehmen der
SV SparkassenVersicherung


 

 


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Umsetzung: Poteus Solutions